Wenn ich heute das Wort „Tierkommunikation“ ausspreche, erfüllt es mich mit tiefer Dankbarkeit. Vor 25 Jahren war ich in Kalifornien bei Penelope Smith zum Ausbildungskurs, nach Basis- und Aufbaukurs in 1999 und 2000.
Dieses Jubiläum lässt mich noch einmal ganz bewusst zurückzuschauen … zu den schrägen, schönen und absolut magischen Anfängen meiner Reise.
Wie alles begann (Oder: Wer ist für alles verantwortlich?)
Wenn ich ehrlich bin: „Schuld daran“ war meine Ausbildung zur Tellington-TTouch-Practitionerin für Pferde in den Jahren 1997 und 1998. Damals drückte mir Bibi Degn, die Ausbildungsorganisatorin, ein Buch in die Hand: „Gespräche mit Tieren“ von Penelope Smith. Mit einem vielsagenden Lächeln meinte sie: „Lies das mal – das ist was für dich.“
Penelopes Buch war damals seit einigen Jahren in Deutschland erschienen. Und ich wusste: Wenn Bibi etwas empfiehlt, hat das Hand und Fuß (oder Huf und Pfote). Also fing ich an zu lesen … und doch, meine innere Skeptikerin legte sofort die Stirn in tiefe Falten …
„Kann so etwas WIRKLICH real sein?!“
„Ist das nicht ein bisschen sehr spooky? Orten die mich jetzt?“
„Und falls da was dran ist: Werde ich das jemals lernen, oder IST das überhaupt zu lernen?“
Und doch fühlte es sich auf eine nicht sofort fassbare Weise tief vertraut an.
Plötzlich ergaben so viele meiner eigenen Ereignisse mit Tieren einen Sinn. Erlebnisse, die ich vorher nicht einordnen konnte, nicht VERSTEHEN konnte, bekamen eine neue, tiefere Bedeutung und es erschloss sich mir, dass die Tiere tatsächlich meine Gefühle und Gedanken erfasst hatten – etwas, das ich vorher lediglich im Spaß geäußert hatte, weil – es konnte ja nicht wirklich so sein. So jedenfalls war vor dem ersten Lesen von Penelopes Buch meine Überzeugung.
Und dann: Von „Ok, ich les es mal zu Ende“ zu „Oh lieber Himmel, das ist DIE Erklärung!“
Die Umsetzung in die Tat
Gemeinsam mit einer Kollegin fasste ich den Mut, die Autorin Penelope Smith direkt zu kontaktieren. Wir fragten sie, ob sie für Kurse nach Deutschland kommen würde. Ihre Antwort?
„Ok.“
Kurz, knapp, lebensverändernd. Man muss es ja nicht komplizierter machen, als es ist!
1999 stand sie das erste Mal vor uns im Flughafen in Frankfurt. Wir waren voller Vorfreude – und auch nicht wenig aufgeregt.
Bis 2005 kam sie fünfmal zu uns. Als Mit-Organisatorin durfte ich die Ausbildung mehrfach durchlaufen. Eine Zeit voller Lernen, Wachstum und – tja – der einen oder anderen Herausforderung, die einen wachsen lässt, ob man will oder nicht (auch bekannt als: Lektionen des Lebens, die man sich vielleicht nicht mal eben ausgesucht hätte, die rückwirkend aber sehr sehr wertvoll waren).
In den Anfängen war die Tierkommunikation in Deutschland so bekannt wie funktionierendes WLAN im Wald. Wie mir Jahre später Freundinnen erzählten, sahen sie meinen neuen Weg mit großer Skepsis. Aber mein Fell wurde dicker und dann gab es auch so manches, was sie dann doch immer überzeugter (bis zu absoluten Fans der Tierkommunikation) werden liessen.
Schon bald hatte ich so viele eigene Erfahrungen gemacht, dass Zweifel an die grundsätzliche Möglichkeit der Tierkommunikation gar keinen Raum mehr haben konnten. Und meine echten!! Freundinnen blieben Freundinnen.
2001 reiste ich nach Kalifornien, um bei Penelope ein Seminar zu besuchen, das auf die professionelle Arbeit als Tierkommunikatorin vorbereitete. Eine sehr intensive, bewusste Erfahrung, einfach wunder-schön.
Und doch war es erst der Anfang der Tierkommunikation für mich...
Der Anfang von etwas noch viel Tieferem, Schönerem und Prägenderem, als ich es mir je hätte vorstellen können. Natürlich gab es auch die bereits erwähnten Herausforderungen. Ich lernte, zu dieser besonderen Berufung zu stehen – auch wenn sie für viele ungewöhnlich klang. Und ich lernte, meinem Herzen zu folgen. Unbeirrt. Schritt für Schritt. Über alle Hindernisse hinweg.

Zurück in Deutschland begegnete ich in den Kursen vielen spirituellen Menschen. Manche davon hatten – ich sag`s mal charmant – die Bodenhaftung kurzzeitig gegen eine Wolke eingetauscht, manche wirkten ehrlich, authentisch und klar auf mich.
Mein Wunsch war aber von Anfang an ein anderer:
Ich wollte die Menschen erreichen, die „einfach nur“ ihre Tiere lieben und sie verstehen wollen. Und zwar völlig ohne vorherige esoterische Erfahrungen und Räucherstäbchenpflicht! (Nichts gegen Räucherstäbchen!!)
Eine gewisse Offenheit gehört zur Tierkommunikation dazu – die Bereitschaft, über den gewohnten Horizont hinauszuschauen, und gleichzeitig ist es mir ein großes Anliegen, die Bodenhaftung zu bewahren. Für mich selbst und für die Menschen und Tiere, die ich begleiten darf.
Aber: Tierkommunikation ist kein exklusiver Club. Es ist eine ganz normale, natürliche Sache, die uns allen in die Wiege gelegt wurde. Unsere Vorfahren hätten sich wahrscheinlich streichfähig gelacht, wenn man ihnen erzählt hätte, dass man dafür heute ein Seminar, möglichst mit Zertifikat, braucht. Die hätten eher gefragt: „Sag mal, wann und warum habt ihr eigentlich aufgehört, zuzuhören?!“ Für die heute noch existierenden Naturvölker ist es selbstverständlicher Bestandteil des Alltags.
Mein Credo war und ist daher immer: Füße auf dem Boden, Herz offen. Das ist eine ziemlich gute Kombination.
Kostbare Erinnerungen an gelebte Tierkommunikation
Dass dies alles gar nicht fremd für mich war – das hat mein Vater mir noch einige Wochen vor seinem Tod mit einem Schmunzeln 2005 erzählt. Wofür ich ihm heute noch sehr sehr dankbar bin. Wir sprachen über meine Arbeit als Tierkommunikatorin, und er sagte: „Jaja, mit den Tieren hast du es ja schon immer gehabt.“
Dann erzählte er mir, dass eine Nachbarin vor der Tür stand, als ich vier oder fünf Jahre alt war, und kopfschüttelnd sagte: „Wenn ich es nicht selbst gesehen hätte, würde ich es nicht glauben. Eure Karina sitzt im Wäldchen und spricht mit Vögeln, die im Kreis ganz nah um sie herumsitzen.“
Ich konnte mich zuerst gar nicht wirklich daran erinnern. Warum? Weil es für mich als Kind das Normalste der Welt war! Es war kein riesiges „Aha-Erlebnis“, nichts Außergewöhnliches, es war einfach mein Alltag. Und ich bin sicher, vielen von euch ging es als Kind ganz ähnlich – ihr habt es nur vergessen, weil euch niemand gesagt hat, wie cool das eigentlich war.
Fazit nach 25 Jahren
Tja, manchmal beginnt eine lebensverändernde Reise mit einem einzigen, unschuldigen Satz: „Lies das mal – das ist was für dich.“
(Kleiner Spoiler: Die Tellington Ttouch-Methode ist nach wie vor für mich die beste Ergänzung zur Tierkommunikation, weil sie eine wunderbare Sache ist, um die Lösungsmöglichkeiten für die Themen, die sich in einem Kontakt mit einem Tier ergeben, ganz wunderbar in die Tat umgesetzt werden können. Das war auch der Grund, warum ich 10 Jahre später noch die Ausbildung zur Tellington Ttouch-Practitionerin für Hunde und andere Haustiere machte. Ein Tellington Ttouch-Tag gehört übrigens zu der Ausbildung, wie ich sie anbiete, dazu).
Heute blicke ich auf 25 Jahre voller Tiergespräche, vielen vielen Tierkommunikationskursen, vielen von mir ausgebildeten wunderbaren TierkommunikatorInnen und vielen Freundschaften zurück. Welch ein Glück!!! Welch eine Bereicherung für`s Leben!!
Die Tiere sind eine Quelle von Lebensfreude, auch mit ihrem oft vorhandenem Humor. Das sind die wahren Weisen, ob Tier oder Mensch – nicht die, die mit todernstem Gesicht 10 Meter über der Erde schweben, sondern die, die sich das Lachen bewahrt haben
Ich wünsche allen Menschen auf dieser Welt, dass sie eine Aufgabe finden, die sie bis in die kleinste Zelle so erfüllt und glücklich macht, wie die Tierkommunikation mich erfüllt.
Danke an alle zweibeinigen und vierbeinigen BegleiterInnen der letzten 25 Jahre!
